GewerbeQuotenjahr 2026

THG-Quote 2026 für öffentliche Ladesäulen: Messung, Frist Folgejahr, UBA-Gebühren

Wer 2026 einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt betreibt, spielt in der THG-Quote nach anderen Regeln als der Halter eines privaten E-Autos. Es zählt die gemessene Menge nach § 6 der 38. BImSchV, nicht der Schätzwert. Die Mitteilung darf bis zum 28. Februar 2027 beim Umweltbundesamt eingehen. Neu für Anträge ab dem 17. April 2026 sind UBA-Gebühren zwischen 94,60 Euro und 6 500 Euro, die den Antragsteller treffen, der beim Amt einreicht. Dieser Ratgeber ist 2026-spezifisch: Folgejahresfrist, Gebühren, aktuelle Formulare Version 3.0.

Redaktion thg2027.deStand: 7 Min. Lesezeit

Dieser Ratgeber bezieht sich auf 2026. Diese Seite behandelt das Quotenjahr 2027. Die Regeln können sich von Jahr zu Jahr unterscheiden.

THG Quote Ladesäule 2026: § 6 gegen § 7 in einem Satz

§ 6 der 38. BImSchV erfasst Strom, der an öffentlich zugänglichen Ladepunkten entnommen wurde. Anzugeben sind unter anderem der Identifizierungscode nach der AFIR-Verordnung (EU) 2023/1804, Standort, die mess- und eichrechtskonform ermittelte energetische Menge in Megawattstunden und der Entnahmezeitraum, wenn er nicht das ganze Verpflichtungsjahr umfasst. Ohne Veröffentlichung durch die Bundesnetzagentur oder Zustimmung zur Veröffentlichung, ohne Messung und ohne ID-Code ist die Menge nicht anrechenbar (§ 6 Absatz 3).

§ 7 bleibt der Weg des Fahrzeughalters: ein Schätzwert je reinem Batterieelektrofahrzeug, Frist 15. November des Jahres, Nachweis über die Zulassungsbescheinigung Teil I. Dieselbe Person kann beide Wege nutzen, wenn sie Halter eines E-Autos und zugleich Betreiber eines öffentlichen Ladepunkts ist. Es sind zwei Mitteilungen, zwei Fristen, zwei Formulare. Die ältere, eher auf die BNetzA-Anzeige gerichtete Darstellung steht unter öffentlicher Ladepunkt; hier liegt der Schwerpunkt auf 2026.

Öffentlicher Ladepunkt im Verpflichtungsjahr 2026

Ablauf der Mitteilung für §-6-Mengen des Jahres 2026
28. Februar 2027
Quelle [2]
UBA-Gebührenrahmen für Anträge, die ab 17.04.2026 beim Amt eingehen, je Antragsteller
94,60 bis 6 500 Euro
Quelle [4]
Ab diesem Eingang bearbeitet das UBA 2026-Anträge
2. Juli 2026
Quelle [4]
UBA-Vorlage Mitteilung öffentlicher Ladepunkte, Stand 17.06.2026
Version 3.0
Quelle [4]
THG-Wert des Strommixes für das Verpflichtungsjahr 2026
119 kg/GJ
Quelle [5]

Frist Folgejahr: 28. Februar 2027 für das Verpflichtungsjahr 2026

Für Mengen nach § 6 muss die Mitteilung bis zum Ablauf des 28. Februar des Folgejahres eingehen (§ 8 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1). Für Strom des Jahres 2026 ist das der 28. Februar 2027. Je Ladepunkt und Verpflichtungsjahr ist nur eine Mitteilung zulässig. Unvollständige Mitteilungen werden abgelehnt. Unterjährige Meldungen während des Verpflichtungsjahres sind nach dem UBA-FAQ möglich, wenn Jahr und Entnahmezeitraum klar benannt sind.

Diese Frist ist kein Bonus für private Wallboxen. § 8 Absatz 4 begrenzt §-6-Mitteilungen auf Strom aus öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Wer den Februar-Termin auf das eigene Auto überträgt, verliert das Fahrzeugjahr am 15. November 2026. Die harte Abgrenzung steht unter THG Quote Frist 2026.

2026-Kalender für den öffentlichen Ladepunkt

  1. 17. April 2026

    Ab diesem Eingangsdatum sind UBA-Anträge nach § 8 gebührenpflichtig, öffentlich und nicht öffentlich.

    Quelle [4]

  2. 17. Juni 2026

    Aktuelle Excel-Vorlage für öffentliche Ladepunkte, Version 3.0.

    Quelle [4]

  3. 2. Juli 2026

    Das Amt bearbeitet Anträge für das Verpflichtungsjahr 2026 ab diesem Eingang.

    Quelle [4]

  4. Kalenderjahr 2026

    Messung der Entnahmen an jedem veröffentlichten öffentlichen Ladepunkt, Aufzeichnungen nach § 6.

    Quelle [1]

  5. 28. Februar 2027

    Letzter Tag für den Eingang der §-6-Mitteilung zum Verpflichtungsjahr 2026.

    Quelle [2]

Gemessene Menge statt Pauschale, plus Strom-THG-Wert 2026

Am öffentlichen Ladepunkt ersetzt die eichrechtskonforme Messung den Schätzwert. 2 000 kWh je Pkw spielen hier keine Rolle. Abgerechnet wird, was der Zähler als Entnahme zur Verwendung in Straßenfahrzeugen ausgewiesen hat. Der Ladepunktbetreiber bestätigt die Mess- und Eichrechtskonformität mit einer Eigenerklärung, die das Amt bereitstellt; der Dritte bewahrt sie drei Jahre auf (§ 6 Absatz 4).

Für die Umrechnung in Treibhausgasemissionen gilt 2026 der Mixwert 119 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Gigajoule. Liegt nachweisbar ausschließlich Wind- oder Sonnenstrom hinter demselben Netzverknüpfungspunkt vor und wird nicht aus dem Netz entnommen, dürfen die niedrigeren Werte aus BAnz AT 05.11.2025 B7 angesetzt werden. Die 15-Minuten-Nachweise beschreibt § 5 Absatz 5; ohne vollständigen Nachweis fällt die Berechnung auf den Mixwert zurück.

UBA-Gebühren ab 17. April 2026 treffen den Antragsteller beim Amt

Die Vollzugsseite (Stand 4. September 2026) kündigt die Besondere Gebührenverordnung des BMUKN an: Ab dem 17. April 2026 werden für die Entscheidung über mitgeteilte energetische Mengen Gebühren erhoben. Alle Anträge nach § 8 Absatz 1 Satz 1, Absatz 2 Satz 1 und 2 der 38. BImSchV, die ab diesem Datum beim Umweltbundesamt eingehen, sind gebührenpflichtig. Das gilt für öffentliche und nicht öffentliche Ladepunkte. Vorher eingegangene Anträge bleiben ohne diese Gebühr.

Der Rahmen liegt zwischen 94,60 Euro und 6 500,00 Euro und richtet sich nach dem Verwaltungsaufwand, maßgeblich nach der Qualität der Daten. Die Gebühr wird dem Antragsteller mit der Bescheinigung bekanntgegeben und ist innerhalb von zehn Tagen fällig. Antragsteller ist, wer die Mitteilung beim UBA einreicht, also der Betreiber oder der bestimmte Dritte. Für private Fahrzeughalter, die nur über einen Vermittler gehen und selbst keinen UBA-Antrag stellen, weist die Vollzugsseite diese Gebühr nicht als eigene Haltergebühr aus. Das UBA-FAQ vom 17. Juli 2025 nannte Bescheide noch als kostenfrei; die jüngere Vollzugsseite geht für Anträge ab dem 17. April 2026 vor.

Aktuelle Formulare 2026 und Bearbeitungsstart am 2. Juli

Für öffentliche Ladepunkte stellt das Amt Excel-Vorlagen Version 3.0 vom 17. Juni 2026 bereit, getrennt bis 5 000 MWh und darüber. Dazu kommen die Eigenerklärung zu den gesetzlichen Anforderungen an öffentliche Ladepunkte (Dokument vom 30. Juni 2025) und die ausfüllbare Eigenerklärung Mess- und Eichrecht (Dokument 260608). Die Bekanntmachung zum Identifizierungscode ist BAnz AT 30.06.2026 B9. Das digitale Fachverfahren war auf der Vollzugsseite zum Abrufzeitpunkt noch nicht verfügbar; E-Mail an 38bimschv@uba.de bleibt der genannte Weg, solange nichts anderes im Bundesanzeiger steht.

Anträge für das Verpflichtungsjahr 2026 bearbeitet das Amt ab Eingang 2. Juli 2026. Wer große Messreihen einreicht, sollte die Version 3.0 nutzen, nicht ältere Vorlagen. Eine zugesicherte Bearbeitungsdauer gibt es nicht. Unvollständige Datensätze erhöhen nach der Gebührenhinweisseite den Aufwand und damit die Gebühr.

Mitteilung öffentlicher Ladepunkte für 2026

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Abgrenzung zum privaten E-Auto-Halter

Der private Halter lädt typischerweise nicht öffentlich, hat keinen EVSE-ID-Prozess nach AFIR und keine BNetzA-Veröffentlichungspflicht für eine Wallbox in der Garage. Sein Weg 2026 bleibt: Schein hochladen, Schätzwert, 15. November 2026, kein eigener UBA-Gebührenbescheid, sofern der Vermittler der Antragsteller ist. Der Betreiber der öffentlichen Säule misst, zeigt an, erklärt Eichrecht, trägt die Amtsgebühr als Antragsteller und hat Zeit bis zum 28. Februar 2027.

Eine private Box nachträglich als öffentlich zu führen, um Messung plus Schätzwert zu stapeln, unterläuft die Trennung von § 6 und § 7. Die gemeinsame Klarstellung von BNetzA und UBA zur öffentlichen Zugänglichkeit bleibt der Maßstab, wer überhaupt in § 6 fällt. Steuerlich folgen betriebliche Ladesäulen den allgemeinen Regeln für Betriebseinnahmen, siehe THG-Prämie 2026 und Steuer; die LfSt-Quelle spricht primär über Fahrzeuge, nicht über Säulen.

Kurzcheck: öffentlicher Ladepunkt oder privates Fahrzeug 2026

Zwei Angaben aus der Zulassungsbescheinigung Teil I, dann steht die Antwort. Der Check rechnet nur die Regeln nach, die im Gesetz stehen, und speichert nichts.

Zwei Angaben für den Schnellcheck.

Für reine Elektrofahrzeuge. Unverbindlich und ohne Speicherung.

1Fahrzeugklasse

Feld J im Fahrzeugschein.

2Halter

Feld C.1.1 im Fahrzeugschein.

Ausgefüllt: 0 von 2

Noch nichts ausgewählt.

Was Betreiber 2026 vor der Mitteilung prüfen

Ohne Anzeige und Veröffentlichung oder Veröffentlichungszustimmung bei der Bundesnetzagentur kommt keine Anrechnung. Ohne ID-Code nach der bekanntgegebenen ID-Registrierungs-Organisation ebenfalls nicht. Die Menge muss mess- und eichrechtskonform sein. Der Dritte, der nicht selbst betreibt, braucht die Textformvereinbarung; nach der Mitteilung ist ein Wechsel ausgeschlossen. RED III ändert diesen Verfahrensweg nicht, verschärft aber den Quotenpfad der Abnehmer, siehe RED III THG Quote.

THG2026 vermittelt den Fahrzeugweg über Quote anmelden. Für den reinen Ladepunkt-Antrag beim UBA gelten die Formulare und das Postfach des Amtes. Offene Punkte zum Fahrzeugteil klärst du über Kontakt oder die FAQ.

Häufige Fragen

Bis wann muss ich die THG Quote für eine Ladesäule 2026 melden

Die Mitteilung der gemessenen Menge nach § 6 muss bis Ablauf des 28. Februar 2027 beim Umweltbundesamt eingehen. Das ist die Frist des Folgejahres, nicht der 15. November 2026.

Zahlt der private E-Auto-Halter die UBA-Gebühr ab 17.04.2026

Die Vollzugsseite erhebt die Gebühr vom Antragsteller, der die Mitteilung nach § 8 beim UBA einreicht, für öffentliche und nicht öffentliche Ladepunkte. Sie stellt sie nicht als Gebühr jedes privaten Halters dar, der ausschließlich über einen Vermittler geht. Wer selbst beim Amt antragstellt, fällt in den Rahmen 94,60 bis 6 500 Euro.

Welches Formular gilt 2026 für öffentliche Ladepunkte

Die Vollzugsseite verlinkt Vorlagen Version 3.0 vom 17. Juni 2026, getrennt bis 5 000 MWh und darüber, plus die Eigenerklärungen zu gesetzlichen Anforderungen und zum Mess- und Eichrecht.

Kann ich Schätzwert und gemessene Ladesäulenmenge im selben Jahr nutzen

Ja, wenn es zwei verschiedene Verfahren sind: § 7 für das auf dich zugelassene reine Batterieelektrofahrzeug und § 6 für den öffentlichen Ladepunkt. Dieselbe private Entnahme darf nicht doppelt landen.

Ab wann bearbeitet das UBA die 2026-Anträge der Ladesäulen

Laut Vollzugsseite (Stand 4. September 2026) bearbeitet das Amt 2026-Anträge ab Eingang 2. Juli 2026. Eine feste Dauer sagt es nicht zu.

Zählt die Wallbox auf dem Mitarbeiterparkplatz als öffentlicher Ladepunkt THG 2026

Öffentlich zugänglich ist ein Ladepunkt nach der in § 6 in Bezug genommenen Ladesäulenverordnung, wenn der zugehörige Parkplatz von einem unbestimmten oder nur nach allgemeinen Merkmalen bestimmbaren Personenkreis befahren werden kann. Ein auf namentlich bekannte Beschäftigte beschränkter Parkplatz fällt danach regelmäßig nicht darunter. Die Anzeige bei der Bundesnetzagentur bleibt Voraussetzung der Anrechnung.

Quellen

  1. gesetze-im-internet.de/bimschv_38_2017/__6.html
  2. gesetze-im-internet.de/bimschv_38_2017/__8.html
  3. gesetze-im-internet.de/bimschv_38_2017/__5.html
  4. umweltbundesamt.de/themen/verkehr/kraftstoffe-antriebe/vollzug-38-bimsc…
  5. umweltbundesamt.de/system/files/medien/366/dokumente/banz_at_05.11.2025…
  6. umweltbundesamt.de/system/files/medien/366/dokumente/2025-07-18_uba_faq…

Weiterführend

Redaktion thg2027.de. Zuletzt geprüft am . Keine Rechts- und keine Steuerberatung. Der Auszahlungsbetrag steht fest, sobald der Quotenhändler bestätigt hat.

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